Sozialpädagogik

Drei-Säulen-Modell Schuldistanziertenarbeit Elternarbeit Gemeinwesenarbeit Sozialpädagogik

 

 

Konzeptionelle Überlegungen zur Sozialpädagogik
an der integrierten Röntgen (2010 fusioniert mit der Kurt Löwenstein) Sekundarschule

Sozialpädagogik an einer Schule bedient Schnittstellen. Bereits an der aus verschiedenen Perspektiven zu sehenden Aufgabengestaltung (zum einen der nach dem Schulgesetz = Schulsozialarbeit, zum anderen der nach dem SGB VIII = schulbezogene Sozialarbeit), wird das deutlich.

In den jeweiligen Schnittstellenbereichen und im Abgleich von Bedarf und entsprechenden Aufgabenstellungen gilt gleichermaßen die grundlegende Unterscheidung von aktiven (mit hohen prophylaktisch-präventiven Anteilen) und reaktiven (mit durchaus restriktiven Anteilen) Arbeitsfeldern.

In dem unsererseits entwickelten Drei-Säulen-Modell von Schuldistanzierten -, Eltern - und Gemeinwesenarbeit erfolgt eine interaktive Überschneidung dieser Anteile, was im Einzelnen am konkreten Fall aufzuzeigen ist.

Deutlich wird beim Durchdenken der im Vorab benannten Überlegungen, daß die Sozialpädagogik an der Schule in der Zukunft mehr und mehr den Charakter eines Sozialmanagements haben wird, was sich zum einen von quantitativen*, zum anderen qualitativen** Aspekten herleitet. So ist die Intensivierung der Netzwerksarbeit in interdisziplinärer Zusammenarbeit der verschiedenen Professionen im Sozialgefüge des umgebenden Gemeinwesens (respektive in sozialräumlicher Orientierung unter Wahrnehmung des Akquiseanteils für die Schule) das Gebot der Zeit

Also: keine klassische Sozialarbeit sondern die Nutzung des erarbeiteten und immer wieder neu zu erarbeitenden Netzwerkes (wozu qualitativ durchdachte Standardisierungs- und Formalisierungsprozesse gehören, beispielhaft an den in einem sechsjährigen Prozeß gemeinsam mit dem Jugendamt erarbeiteten Meldebogenvorlagen für Schule und Jugendamt aufzeigbar).

Immer wieder neu zu durchdenkende konzeptionelle Vorgaben für die Gemeinwesenarbeit sowie Akquise (s.o.) von für die Schule wichtigen, nutzbringenden und nachhaltigen Kontakten zu Trägern (das mit Verknüpfungsangeboten und gelingender Überführung derselben in die an der Schule dafür offenen Bewußtseinsstrukturen samt den sich daran anschließenden Korrektivphasen) sind unseres Erachtens genuiner Bestandteil künftiger Sozialpädagogik an Schulen***.

* steigende Schülerzahlen im benannten Problembereich mit jeweils angegliederten Aufgabenfeldern, durchschnittlich in den vergangenen 5 Jahren bei 20,3% Schüler/innenanteils am Gesamt der Schule liegend (Datenerhebung an der Kurt Löwenstein Hauptschule, fusioniert 08.2010)

** fehlendes oder nicht ausreichendes Instrumentarium und begrenzte Entscheidungsmöglichkeiten der Sozialpädagog(inn)en an der Schule

*** wobei hoheitlich durchaus Überschneidungen mit dem bildungspädagogischen Schulbereich auftreten und auch erwünscht sind, Beispiele: Integration in Comenius Programmen, Zusammenarbeit mit Partnern wie dem BWK, dem CJD, der djo, der LBO oder den „Falken“)